"Ich habe den Text geändert, doch am Inhalt kein Jota"

Veranstaltungsplakat

"Ich habe den Text geändert, doch am Inhalt kein Jota"

Erich Kästner als Selbstherausgeber und die Philologie: Das Blaue Buch

Vortrag von Sven Hanuschek

Stadtmuseum Dresden
Festsaal
Wilsdruffer Str. 2
 

23.06.
19:30

Um Erich Kästner war es während des Zweiten Weltkriegs einsam geworden. Die Nationalsozialisten hatten ihn geächtet, im Mai 1933 seine Bücher verbrannt und ihn später mit Schreib- und Publikationsverbot belegt. Seine Gedanken, Beobachtungen und Ideenskizzen trug Kästner damals in ein geheimes Tagebuch ein, in das von ihm sorgsam gehütete Blaue Buch. Diese Notizen waren lange verschollen. Seit sie wieder aufgefunden worden sind, können wir heute einen Blick in die Werkstatt des Schriftstellers werfen. Denn das Manuskript lieferte die Vorlage zu dem Teil des Kriegstagebuchs, das vom Autor 1961 selbst herausgegeben wurde (Notabene45). Doch warum und in welchem Umfang hat Kästner seine Notate aus Kriegszeiten vor der Veröffentlichung umgearbeitet?

Der Germanist und Publizist Sven Hanuschek ist ein international renommierter Experte u. a. für das Leben und Werk Erich Kästners. Er widmete dem Schriftsteller eine umfassende Biografie, veröffentlichte dessen Briefwechsel und besorgte die Erstausgaben des Romans Der Gang vor die Hunde und der vergessenen Erzählungen Der Herr aus Glas. Außerdem ist er Mitherausgeber der kommentierten Ausgabe des Blauen Buchs.

 

Stadtmuseum Dresden
Festsaal
Wilsdruffer Str. 2

Eine Veranstaltung vom Institut für Sächsische Geschichte und Volkskunde

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