Nora Bossong – "Schutzzone" & "Auch morgen"

Autorenportrait Nora Bossong

Nora Bossong – "Schutzzone" & "Auch morgen"

Lesung und Gespräch in der Reihe:
"GESCHEITER ODER GESCHEITERT?"

Foto: Heike Steinweg

 

15.07.
20:00

Über den Roman "Schutzzone":

Nach Stationen bei der UN in New York und Burundi arbeitet Mira für das Büro der Vereinten Nationen in Genf. Während sie tagsüber Berichte über Krisenregionen und Friedensmaßnahmen schreibt, eilt sie abends durch die Gänge der Luxushotels, um zwischen verfeindeten Staatsvertretern zu vermitteln. Bei einem Empfang begegnet sie Milan wieder, in dessen Familie sie nach der Trennung ihrer Eltern im Frühjahr 94 einige Monate gelebt hat. Die Erinnerungen an diese Zeit, aber auch Milans unentschiedene Haltung zwischen gesuchter Nähe und schroffer Zurückweisung überrumpeln und faszinieren sie zugleich. Als ihre Rolle bei der Aufarbeitung des Völkermords in Burundi hinterfragt wird, gerät auch Miras Souveränität ins Wanken, ihr Glaube, sie könne von außen eingreifen, ohne selbst schuldig zu werden.

(Suhrkamp)

 

Über "Auch morgen":

Ob in ihren preisgekrönten Romanen, Reportagen oder Essays – Nora Bossongs Texte führen stets mitten hinein in die schmerzhaft relevanten Problemfelder unserer Zeit. Wo andere vorschnelle Urteile fällen oder sich auf sich selbst zurückziehen, schaut sie genau hin, hört teilnahmsvoll zu und stellt Fragen: nach kolonialer Schuld und globaler Gerechtigkeit, nach den Herrschaftsansprüchen des Westens und der Natur des Bösen.

(Suhrkamp)

 

Nora Bossong wurde 1982 in Bremen geboren und studierte Kulturwissenschaft, Philosophie und Komparistik sowie am Deutschen Literaturinstitut in Leipzig. Sie schreibt Lyrik, Romane und Essays für die sie u.a. mit dem Thomas-Mann-Preis und dem Joseph-Breitenbach-Preis ausgezeichnet wurde.

Der Roman „Schutzzone“ stand 2019 auf der Longlist zum Deutschen Buchpreis“

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