Programm

July 2026

Bild der Autorin
24.09.
8 € | 5 €
Jayne-Ann Igel – „Der Meere lidloser Schlag“

Lesung und Gespräch

Foto: Gerd Mothes

19:00Uhr

Die im neuen Band der preisgekrönten Autorin versammelten Gedichte sind Texte des Transits, des Sich-Verortens – unterwegs zwischen Innen und Außen, Erinnerung und Gegenwart, Körper und Gelände.

„Dichtung der Schwellen und Übergänge: hochsensibel, melancholisch und von analytischer Genauigkeit.“
(Jury, Hölty-Preis)

Jayne-Ann Igel, 1954 in Leipzig geboren, absolvierte dort eine Ausbildung für wissenschaftliche Bibliotheken und arbeitete anschließend zunächst in der Deutschen Bücherei Leipzig sowie im Buchhandel, bevor sie nach einem Theologiestudium ins Gesundheitswesen wechselte. Ihr literarischer Weg begann im Untergrund der späten DDR mit selbstverlegten Grafik-Gedicht-Mappen und Zeitschriften. Seit 1988 ist sie als Schriftstellerin tätig und hat mit verschiedenen bildenden Künstlern zusammengearbeitet. 2007 wurde sie mit der Dr.-Manfred-Jahrmarkt-Ehrengabe der Deutschen Schillerstiftung 1859 ausgezeichnet. Für ihr literarisches Schaffen erhielt sie 2026 den Kunstpreis Berlin in der Sparte Literatur sowie den Hölty-Preis der Landeshauptstadt Hannover. Heute lebt sie als freie Autorin in Dresden, arbeitet als Redakteurin an der Literatur- und Kunstzeitschrift Ostragehege mit und ist Mitherausgeberin der Reihe Neue Lyrik des Poetenladens.

Moderation:
Undine Materni

Eintritt: 8 € | 5 € 

Wir bitten um Voranmeldung.

Eine Veranstaltung in Kooperation mit dem Sächsischen Literaturrat

28.09.
Eintritt frei
Schreibwerkstatt

Mit Michael G. Fritz & Alexander Estis

Foto: Heidrun Voigt

18:00Uhr

Seit 20 Jahren betreibt der Autor Michael G. Fritz unter dem Dach des Erich Kästner Hauses für Literatur in Dresden die Schreibwerkstatt für angehende, aber auch mittlerweile gestandene Autoren. Manche haben die Werkstatt nur einige Male besucht, andere erscheinen regelmäßig und nutzen die produktive Atmosphäre des literarischen Austauschs. Es gibt Autoren und Autorinnen mit beachtlichen Einzelveröffentlichungen, die Romane, Kurzprosa, Gedichte umfassen, die bereits mit ersten Preisen bedacht worden sind. 

Die Schreibwerkstatt hat sich zu einem festen Bestandteil der Dresdner Literaturszene entwickelt. Viermal im Jahr ist sie an die Lesereihe "Sprachen machen Leute" gekoppelt, in der Autoren und Autorinnen nichtdeutscher Muttersprache vorgestellt werden, die als Gast in der Schreibwerkstatt mitwirken. In diesem Fall werden Werkstatt und Lesung von der Sächsischen Landeszentrale für politische Bildung und der Buchhandlung Thalia "Haus des Buches" unterstützt.

Wenn Sie an der Schreibwerkstatt teilnehmen möchten, senden Sie Ihre Textprobe bis zum 17.10. per Mail an kontakt@kaestnerhaus-literatur.de.

Voranmeldung erforderlich!

Die Teilnahme ist gebührenfrei.

Eine Veranstaltung in Kooperation mit der Sächsischen Landeszentrale für politische Bildung und der Buchhandlung Thalia "Haus des Buches"

Foto mit einer Torah
30.09.
Eintritt frei
Israel Café – Entdecken im Gespräch

Israel im „Speed-Dating“-Format begegnen

Foto: Ri Butov

18:00Uhr

Ein Abend voller Begegnungen, Perspektiven und persönlicher Gespräche, der Israel auf besondere Weise erlebbar macht. Im direkten Austausch geben Expertinnen und Experten an verschiedenen Thementischen Einblicke in die vielfältigen Facetten des Landes. Alle 15 bis 20 Minuten wechseln die Teilnehmenden den Tisch und entdecken neue Themen und Blickwinkel. Persönliche Erfahrungen, fundiertes Wissen und lebendige Diskussionen prägen das Format. Das Themenspektrum umfasst Geschichte und Politik, Judentum und religiöses Leben, Alltag und Gesellschaft, Sprache und Kultur, touristische Highlights sowie Tel Aviv als moderne und pulsierende Metropole.

Eintritt: frei

Begrenzte Teilnehmerzahl

Wir bitten um Voranmeldung.

Eine Veranstaltung der Deutsch-Israelische Gesellschaft Dresden in Kooperation mit der Jüdischen Kultusgemeinde Dresden und dem Erich Kästner Haus für Literatur

27.10.
8 € | 5 €

Er weiß, wovon die ganze Mischpoche sofort meschugge wird, was sich mit Mojsche zutrug, als er ein Goj wurde, oder wie es eigentlich sein kann, dass es in Deutschland mehr jüdische Freunde gibt als Juden. Dabei spießt er nicht nur Vorurteile und Klischees genussvoll auf, sondern zeigt auch, dass keine lächerliche Autorität davor sicher sein kann, noch lächerlicher gemacht zu werden. Denn Alexander Estis redet Tacheles, selbst wenn er Schmonzes erzählt.

Alexander Estis wurde 1986 in Moskau geboren und siedelte 1996 mit seiner Familie nach Hamburg über. Nach dem Abschluss seines Studiums lehrte er deutsche Sprache und Literatur an verschiedenen Universitäten. Seit 2016 lebt er als freier Autor in der Schweiz. Neben seiner literarischen Tätigkeit verfasst Estis Essays, Glossen und Kolumnen, gestaltet Radiobeiträge für Deutschlandradio Kultur und übersetzt Lyrik sowie Prosa aus dem Russischen. Alexander Estis ist Mitglied der Vereinigung Autorinnen und Autoren der Schweiz, des PEN Berlin und des Exil-PEN. Für sein literarisches Schaffen wurde er mehrfach ausgezeichnet, zuletzt 2023 mit dem Kurt-Tucholsky-Preis. Im Jahr 2025 war er Stadtschreiber in Dresden.

Moderation:
Michael G. Fritz

Eintritt: 8 € | 5 €

Wir bitten um Voranmeldung.

Eine Veranstaltung in Kooperation mit der Sächsischen Landeszentrale für politische Bildung und der Buchhandlung Thalia "Haus des Buches"