Programm

April 2020

Bleistift mit zugehörigem Metallkästchen
Mo. 20.04.2020
Veranstaltungsausfall

Alle April-Veranstaltungen werden nachgeholt oder in den virtuellen Raum verlegt.

Öffentliche Veranstaltungen können nach wie vor nicht stattfinden. Wir sind dennoch um Alternativvarianten bemüht, jede*n Autor*in bei uns begrüßen zu können.

Mi. 22.04.2020
8 € / 6 € ermäßigt
Thomas Brussig - "Die Verwandelten"

Lesung und Gespräch in unserer Themenreihe "Tatsächlich? Fantastisch!"

Foto: Wallstein Verlag

19:00

In der Waschanlage einer Tankstelle verwandeln sich Fibi und Aram, zwei übermütige Jugendliche in Waschbären. Was wie ein Witz anmutet, den niemand glauben kann, wird unabweisbare Realität, der man sich stellen muss. Keine kleine Zumutung für ihre Familien, die Mitschüler und vor allem für sich selbst. Hält dieser Blödsinn einer medizinischen Untersuchung stand? Beim Veterinär? Oder beim Kinderarzt? Was sagt der Genetiker? Wie steht es um die juristischen Implikationen? Menschenrechte? Kinderrechte? Tierrechte? Geht das wieder weg? Und wenn nicht, lässt sich das Wunder touristisch nutzen, finanziell?
Thomas Brussig entwickelt aus einer fantastischen, aberwitzigen Ausgangssituation einen spannenden Roman, der mit großer Souveränität über unsere moderne Gegenwart erzählt.
(Wallstein Verlag)

8 € / 6 €

Di. 28.04.2020
6 € / 4 € ermäßigt
Artur Becker - "Der unsterbliche Mr. Lindley"

Lesung und Gespräch in unserer Reihe "Sprachen machen Leute"

Foto: Magdalena Becker

19:00

Es ist ein heißes Augustwochenende. Das polnische-deutsche Familientreffen der Brikschinskis findet in diesem Jahr in einem neuen Hotel in Frankfurt statt, dem Lindley. Besonders für Robert ist es eine willkommene Auszeit; im Kreuz einen ganzen Sack voller Probleme, erhofft er sich während der Tage fern von Berlin Ablenkung und Entspannung. Und die ist ihm gewiss. Er verliebt sich nicht nur in eine russisch-jüdische Künstlerin und kommt in den Genuss halluzinogener Pilze (die das Hotel für besondere Freunde anbietet), sondern macht auch im Keller einer vietnamesischen Bar Bekanntschaft mit dem britischen Ingenieur William Lindley (der allerdings schon im 19. Jahrhundert die Frankfurter Kanalisation erbaut hat). An dessen Seite begegnet er im Untergrund der Stadt alten Freunden und Verstorbenen, während sein Vater im Hotel das Zeitliche segnet, die Leiche verschwindet, die Mutter in Ohnmacht fällt – und der Vater endlich in der festen Überzeugung, er sei Jesus Christus, wieder auftaucht.
(weissbooks)

„[…] ein phantasievoller Roman voller schräger Figuren, bei dessen Lektüre man viel lacht, viel nachdenkt und außerdem einiges lernt.“ Marta Kijowska, FAZ.

Moderation:

Michael G. Fritz

6 € / 4 € ermäßigt

In Kooperation mit:

Sächsische Landeszentrale für politische Bildung

Thalia Buchhandlung "Haus des Buches"

Mi. 29.04.2020
Eintritt frei
Boualem Sansal

"Der Zug nach Erlingen oder die Verwandlung Gottes"

Lesung und Gespräch

Foto: Roger von Heereman

19:00

Ute von Ebert lebt in Erlingen, einer zwölftausend Bürger zählenden deutschen Gemeinde, die von einem unbenannten und unbekannten Feind belagert und bedroht wird. Dieser Feind hat kein anderes Ziel, als alle Menschen seinem Gott zu unterwerfen. Die Bevölkerung von Erlingen wartet derweil fieberhaft und gottergeben auf einen Zug, der sie angeblich evakuieren wird. Doch der Zug kommt nicht. Elisabeth Potier lebt seit ihrer Pensionierung und bis zu ihrem folgenschweren Unfall in der Pariser Metro als Privatlehrerin in Bremen, wo sie den verwöhnten Sprössling einer alten hanseatischen Industriellenfamilie unterrichtet. Ute und Elisabeth – beide Frauen beobachten das Fortschreiten eines sektiererischen Glaubens und die Verwandlung und den Zerfall der erschlafften demokratischen Gesellschaft und revoltieren sich ...
Ein kraftvolles Plädoyer, sich den Herausforderungen der Gegenwart zu stellen!
„Der Zug nach Erlingen“ ist der letzte Teil einer Trilogie, in der sich Boualem Sansal mit dem Thema Islamismus auseinandersetzt.
(Merlin Verlag)

Moderation (deutsch/französisch):

Roswitha Böhm

Torsten König

Eintritt frei!

In Kooperation mit:

Centrum Frankreich | Frankophonie der TU Dresden

Sonderforschungsbereich 1285 der TU Dresden