Programm

September 2021

Foto Andreas Lehmann
Fr. 17.09. 2021
Andreas Lehmann - "Schwarz auf Weiß"

Lesung und Diskussion im Rahmen des Leseclubfestivals

Foto: Christopher Utpadel

 

19:30

Das Leseclubfestival ermöglicht deutschlandweit in 11 Städten intime Begegnungen mit Texten und ihren Autor*innen. Interessierte können Tickets für eine der Veranstaltungen erwerben und bekommen das entsprechende Buch im Vorfeld der Veranstaltung zugesandt. Die Lektüre erfolgt idealerweise bis zum Veranstaltungstermin, bei dem dann mit den entsprechenden Autor*innen im kleinen Kreis die Werke besprochen und Fragen beantwortet werden können. 

Weitere Informationen und Tickets unter: https://leseclubfestival.com/

 

Über das Buch:

Martin Oppenländer hat jahrelang in einem Call Center gearbeitet. Jetzt hat er sich selbständig gemacht, um den Abhängigkeiten und Sinnlosigkeiten seiner Arbeit zu entkommen. Plötzlich aber steht die Welt still, es kommen keinerlei Aufträge, und der Schritt in die Freiheit erweist sich als Schritt ins Abseits. In die Stille hinein ereilt ihn ein Anruf. Ein Flirt aus der Vergangenheit, eine Frau, die Liebeshoffnungen auf ihn setzte und ihn nun mit ihrer Enttäuschung konfrontiert. Er kann sich nicht an sie erinnern – und doch werden ihm ihre Anrufe immer wichtiger. Sie führen Gespräche: über jetzt, über früher, über die Versuche, sich eine Zukunft vorzustellen. Schwarz auf Weiß erzählt knapp und zugespitzt, mit feinem Sinn für Komik, von den Krisen unserer Zeit, von Stillstand und von Hoffnung auf Veränderung. Und davon wie wir aus dem Erzählen Kraft für unser Leben ziehen.

Lesung und Diskussion

Moderation:
Maren Marzilger

So. 19.09. 2021
7 € / 5 €
Michael Göring – "Dresden"

Matinee der Sächsischen Landeszentrale für politische Bildung in Kooperation mit Das Erich Kästner Haus für Literatur e.V.

Foto: Frederika Hoffmann

Voranmeldungen an: kontakt@kaestnerhaus-literatur.de

11:00

In seinem gleichnamigen Roman reist Michael Göring in das Dresden der 1970er und 1980er Jahre. Fabian aus Paderborn fährt 1975 zum ersten Mal zu Familie Gersberger, Freunde seiner Eltern, in die DDR. Anfangs treibt ihn die Neugier, ob es dort wirklich so schlimm ist, wie sein Vater behauptet. Schnell freundet er sich jedoch mit Gleichaltrigen an und verliebt sich Hals über Kopf in Anne, die Tochter der Gersbergers. Fortan kommt Fabian fast jedes Jahr nach Dresden und erlebt mit, wie sich der Alltag der Gersbergers verändert – Sohn Kai versucht durch die Elbe schwimmend den Westen zu erreichen, während Vater Ekki nach wie vor von der Reformierbarkeit der DDR überzeugt ist. Am 1. Oktober 1989 sitzt Kai im Zug von Prag nach Hof und Fabian trifft sich mit Anne in Ost-Berlin.

Michael Göring schreibt eine Liebeserklärung an eine Dresdener Familie und erzählt von den entscheidenden Jahren von 1975 bis 1989. Eine bewegende Familiengeschichte, in der auch beim Westbesucher einiges in Unordnung gerät.

Begleitet wird die Veranstaltung von den Kabarettisten Arnd Stephan und Ulrich Eißner von der Dualen Satire Deutschland. Durch das Programm führt Karin Großmann, Literaturkritikerin und Journalistin.

Moderation: Karin Großmann

Voranmeldungen an: web@slpb.smk.sachsen.de

Gartenveranstaltung

Je nach Wetterbedingungen und der aktuellen Corona-Verordnung ist die Personenanzahl beschränkt. Bitte melden Sie sich an.

Mi. 29.09. 2021
7 € / 5 €
Jens Wonneberger – "Flug der Flamingos

Lesung und Gespräch in der Reihe "Premieren"

Foto: Christine Starke

19:00

Der in Dresden lebende Autor Jens Wonneberger stellt seinen neuen Roman vor.

Der Protagonisten des Romans sitzt jeden Morgen vor seinem Haus, trinkt Kaffee und raucht. Seine Frau hat er durch einen Unfall verloren, seinen Job als Restaurator aufgegeben. Er möchte nur noch allein sein, nichts mehr tun, am besten an nichts mehr denken. Aber da ist dieser Rimböck, der es in seinem Leben zu etwas gebracht hat und der jeden Morgen pünktlich das Haus gegenüber verlässt. Bis er eines Tages ausbleibt und damit den Ich-Erzähler in Aufregung versetzt. Plötzlich fehlt etwas. Wie soll man in Ruhe an nichts denken, wenn etwas fehlt? Vielleicht ist es ja gar nicht möglich, dass einer allein vor seinem Haus sitzt, nur Kaffee trinkt und Zigaretten raucht. Und mit den Spekulationen um Rimböcks Verschwinden sind sie wieder da, die Erinnerungen an Katharina, die vom Flug der Flamingos träumte, bis ein LKW sie zu Boden riss. Und dann lädt der Postbote auch noch ein Paket bei ihm ab, das – an Rimböck adressiert – aber irgendwie doch für ihn selbst bestimmt ist…

Jens Wonneberger lebt als freier Autor in Dresden. Er wurde u.a. mit dem Sächsischen Literaturpreis ausgezeichnet und war mehrfach Stipendiat des Deutschen Literaturfonds. Sein letzter Roman „Mission Pflaumenbaum“ war 2020 für den Deutschen Buchpreis nominiert. 

Moderation: Karin Großmann

Wir bitten um Voranmeldung.

Portrait Věra Horváthová
Mi. 06.10. 2021
5 € / 3 €
Roma-Literatur in Tschechien

Veranstaltung im Rahmen der Tschechisch-Deutschen Kulturtage

Foto: Petr Zewlakk Vrabec

19:00

Die Autorin Věra Horváthová Duždová und Lukáš Houdek, Gründer des Verlags für Roma-Literatur KHER, bringen dem Publikum das literarische Schaffen von Roma in der Tschechischen Republik näher. Das moderierte Gespräch wird sich aber nicht nur um die Kunst des Schreibens und Erzählens drehen, sondern auch um „alltägliche“ Themen, um die tschechische Gesellschaft, die Situationen, aus denen die Autor:innen ihre Inspiration schöpfen, um die Sprache und nicht zuletzt die Suche nach Identität und Zugehörigkeit. Als Kostprobe werden einige – eigens für diesen Abend übersetzte – Erzählungen der Autorin vorgestellt.

Mi. 13.10. 2021
7 € / 5 €
Regina Scheer – "Gott wohnt im Wedding"

Lesung und Gespräch in der P.E.N.-Lesereihe "Lesungen in allen Himmelsrichtungen"

Foto:
Julia Pijagin

19:00

Alle sind sie untereinander und schicksalhaft mit dem ehemals roten Wedding verbunden, diesem ärmlichen Stadtteil in Berlin. Mit dem heruntergekommenen Haus dort in der Utrechter Straße. Leo, der nach 70 Jahren aus Israel nach Deutschland zurückkehrt, obwohl er das eigentlich nie wollte. Seine Enkelin Nira, die Amir liebt, der in Berlin einen Falafel-Imbiss eröffnet hat. Laila, die gar nicht weiß, dass ihre Sinti-Familie hier einst gewohnt hat. Und schließlich die alte Gertrud, die Leo und seinen Freund Manfred 1944 in ihrem Versteck auf dem Dachboden entdeckt, aber nicht verraten hat. Regina Scheer, die großartige Erzählerin deutscher Geschichte, hat die Leben ihrer Protagonisten zu einem literarischen Epos verwoben voller Wahrhaftigkeit und menschlicher Wärme. (Penguin)

Regina Scheer – "Gott wohnt im Wedding"

Moderation:
Michael G. Fritz