Programm

October 2026

Foto der Autorin
02.11.
8 € | 5 €
Alice Horáčková – "Geteiltes Haus"

 

*** AUSVERKAUFT ***

 

Lesung und Gespräch

Foto: Richard Klíčník 

19:00Uhr

Benetzko im Sudetenland. Hier begegnen sich Wilderer und freigeistige Frauen, Stofffabrikanten und spiritistische Damen, hier heiraten Tschechen Deutsche – nur um sich dann darüber zu streiten, welche Nationalität sie bei der Volkszählung angeben sollen, wer zuerst die neue Schule bauen wird und wer einen Hund namens Masaryk getötet hat. Inmitten geheimer Romanzen, Desertionen aus der Armee, beiläufigem Verrat und Namensänderungen kosten kleine Entscheidungen am Ende Menschenleben. Ausgehend von der Geschichte ihrer eigenen Familie – von kostbaren Erinnerungen und traurigen Memoiren, von Fotos, vergilbten Zeitungen und Archivfunden – webt die Autorin eine mitreißende Familiensaga.

Alice Horáčková, 1980 in Prag geboren, studierte Sozialwissenschaften an der Karls-Universität. Ihr erstes Buch, "Vladimíra Čerepková" (Argo, 2014), die literarische Biografie einer vergessenen Beat-Dichterin, wurde für den Josef-Škvorecký-Preis und den Magnesia Litera 2014 für die Entdeckung des Jahres nominiert. "Geteiltes Haus" ist ihr zweites belletristisches Buch und das erste, das auf Deutsch erscheint. Horáčková lebt als freiberufliche Schriftstellerin in Prag.


Die Veranstaltung findet im Rahmen der Tschechisch-Deutschen Kulturtage (TDKT) statt, die von der Euroregion Elbe/Labe jährlich als größtes deutsch-tschechisches Kulturfestival der Grenzregion ausgerichtet werden. Zugleich ist die Lesung Teil des Jahres der tschechischen Kultur in den deutschsprachigen Ländern, das anlässlich des Ehrengastauftritts Tschechiens auf der Frankfurter Buchmesse 2026 veranstaltet wird.

 

Moderation:
Steffen Neumann

Eintritt: 8 € | 5 €

Voranmeldung erforderlich

 

Fotos der Nominierten
06.11.
Eintritt frei
16. Dresdner Lyrikpreis

Lesung der Finalistinnen und Finalisten in Prag

 

19:00Uhr

Für den Preis nominiert sind sechs herausragende Stimmen der Gegenwartslyrik: Elsa Aids (CZ), Tereza Bínová (CZ), Róža Domašcyna (D), Nadja Küchenmeister (D), Marion Poschmann (D) und Yveta Shanfeldová (CZ). An diesem Abend treten die Nominierten in einen musikalischen Dialog mit den Musikerinnen Anna Romanovská Fliegerová (Geige, Koto) und Sabine Grüner (Cello), die die literarischen Vorlagen der Autorinnen und Autoren improvisatorisch umsetzen.


Fotos obere Reihe: Elsa Aids ©privat | Tereza Bínová ©Antonín Bína | Róža Domašcyna ©Hanka Šěnec 

Fotos untere Reihe: Nadja Küchenmeister ©Dirk Skiba | Marion Poschmann ©Frank Maedler | Yveta Shanfeldová ©Ira Shanfel

Moderatorin: 
Olga Stehlíková

Dolmetscherin:
Michala Čičváková

Veranstaltungsort:
Čítárna Unijazz
Husitská 22
130 00 Praha 3 Žižkov

Der Eintritt ist frei.

Fotos der Nominierten
07.11.
Eintritt frei
16. Dresdner Lyrikpreis

Finallesung vor Jury und Publikum

19:00Uhr

Die nominierten Dichterinnen und Dichter präsentieren der Jury und dem Publikum ihre Gedichte.

UND: Der Publikumspreis wird wieder vergeben! An diesem Abend haben Sie die Möglichkeit, live abzustimmen und Ihre Favoritin oder Ihren Favoriten zu unterstützen. Die feierliche Preisverleihung findet am Sonntag statt. Seien Sie dabei und entscheiden Sie mit, wer gewinnt!


Fotos obere Reihe: Elsa Aids ©privat | Tereza Bínová ©Antonín Bína | Róža Domašcyna ©Hanka Šěnec 

Fotos untere Reihe: Nadja Küchenmeister ©Dirk Skiba | Marion Poschmann ©Frank Maedler | Yveta Shanfeldová ©Ira Shanfel

Moderatorin:
Jana Krötzsch
(zweisprachig)

Veranstaltungsort:
Societaetstheater

An der Dreikönigskirche 1a
01097 Dresden

Der Eintritt ist frei.

Voranmeldung unter kontakt@kaestnerhaus-literatur.de

Fotos der Nominierten
08.11.
Eintritt frei
11:00Uhr

Basierend auf der Juryentscheidung werden zwei Preise verliehen: einer für deutschsprachige und einer für tschechischsprachige zeitgenössische Lyrik. Der Preis wird durch Bürgermeisterin Annekatrin Klepsch verliehen. Bekanntgegeben und ausgezeichnet wird auch der Gewinner / die Gewinnerin des Publikumspreises.

Zur Preisverleihung gibt es eine weitere Auflage der musikalischen Improvisationen. Zu den Texten der Finalistinnen und Finalisten spielen Anna Romanovská Fliegerová (Geige, Koto) und Anne-Kathrin Wagler (Klavier).


Fotos obere Reihe: Elsa Aids ©privat | Tereza Bínová ©Antonín Bína | Róža Domašcyna ©Hanka Šěnec 

Fotos untere Reihe: Nadja Küchenmeister ©Dirk Skiba | Marion Poschmann ©Frank Maedler | Yveta Shanfeldová ©Ira Shanfel

Moderatorin
Jana Krötzsch
(zweisprachig)

Veranstaltungsort:
Societaetstheater

An der Dreikönigskirche 1a
01097 Dresden

Der Eintritt ist frei.

Voranmeldung unter kontakt@kaestnerhaus-literatur.de

16.11.
Eintritt frei
Schreibwerkstatt

Mit Michael G. Fritz & Boris Schumatsky

Foto: Heidrun Voigt

18:00Uhr

Die Schreibwerkstatt von Michael G. Fritz hat sich zu einem festen Bestandteil der Dresdner Literaturszene entwickelt. Viermal im Jahr ist sie an die Lesereihe "Sprachen machen Leute" gekoppelt, in der Autorinnen und Autoren nichtdeutscher Muttersprache vorgestellt werden, die als Gast in der Schreibwerkstatt mitwirken. In diesem Fall werden Werkstatt und Lesung von der Sächsischen Landeszentrale für politische Bildung unterstützt.

Wenn Sie an der Schreibwerkstatt teilnehmen möchten, senden Sie Ihre Textprobe bis zum 06.11. per Mail an kontakt@kaestnerhaus-literatur.de.

Voranmeldung erforderlich!

Die Teilnahme ist gebührenfrei.

Eine Veranstaltung in Kooperation mit der Sächsischen Landeszentrale für politische Bildung 

17.11.
8 € | 5 €

Der russisch-jüdische Erzähler lebt in Berlin, seine kranke Mutter kann er nicht mehr in Moskau besuchen, da ihm dort die Verhaftung droht. So bleiben ihm nur Telefonate mit ihrer immer leiser werdenden Stimme, Erinnerungen an ein Aufwachsen in einer gewaltvollen Diktatur und die unzähligen Geheimnisse, die am Küchentisch der Eltern erzählt wurden. Vor allem von der umtriebigen Natalia, die in Paris einst Concierge in dem Hotel war, in dem Paul Celan wohnte, und die über Celans Leben und Lieben mehr zu berichten hat, als die Forschung weiß. Überzeugend verbindet Schumatsky seine politische Verzweiflung über Russlands Krieg gegen die Ukraine und den Antisemitismus vor seiner Haustür mit Kindheitsbildern und einer persönlichen Lesart von Celans Leben, Schreiben und Tod.
 

Boris Schumatsky, geboren 1965 in Moskau, lebt seit Mitte der 1990er-Jahre als freier Autor in Berlin und München. Schumatskys Essays zum politischen Geschehen erscheinen u. a. in "taz", "ZEIT", "NZZ" und "SZ". 2025 las er auf Einladung von Philipp Tingler einen Auszug aus "Die Seine fließt ins Schwarze Meer" in Klagenfurt beim Bachmann-Wettbewerb, wo er den Deutschlandfunk-Preis gewann. Boris Schumatsky stand auf der Shortlist für den "Wortmeldungen-Literaturpreis für kritische Texte 2026". Im Residenz Verlag erschien 2016 sein politischer Essay "Der neue Untertan" und 2026 sein Roman "Die Seine fließt ins Schwarze Meer“. 

Moderation:
Michael G. Fritz

Eintritt: 8 € | 5 €

Wir bitten um Voranmeldung.

Eine Veranstaltung in Kooperation mit der Sächsischen Landeszentrale für politische Bildung und der Buchhandlung Thalia "Haus des Buches"

25.11.
8 € | 5 €

Das Gros der Gedichte ist in diesem und in den letzten zwei Jahren entstanden. Sie zeugen von der anhaltenden Beschäftigung mit Herkunft, Kindheit und Jugend im Osten des Landes, mit der Wende und der Zeit danach. Mit Kunst wie mit politischen Realitäten. Sie geben Kunde vom Unterwegssein in Zügen, von Landaufenthalten, vom Blick auf Flächen mit dem „warmen Ton vergifteter Kräuter“ (Sachverhalte). Von Licht, Heiligen und Engeln in Wäldern ist zu lesen (Traumsequenz, November), von Vögeln, Bahnhöfen und Feldern. Es sind mitnichten Idyllen, überall findet man sich mit Spuren menschlicher Aktivitäten konfrontiert, auch dort, wo sie abwesend sind. Der Autor erkundet und reflektiert Zeitumstände, wie ein Teil der Sammlung ursprünglich hieß.

Gregor Kunz wurde 1959 in Ostberlin geboren. Seit 1979 schreibt er Gedichte und erhielt 1994 für die Höhe seiner Kunst, gemeinsam mit dem Schweizer Jürg Seeler, den 1. Förderpreis beim Lyrikpreis Meran. Der Großteil seines Werks erscheint bei Moloko Plus, neben einer dreibändigen Werkausgabe seiner Gedichte bis 2019 auch drei Collage-Romane und die vertonte Lesung „Nach Arkadia. Zoom“.  Zu seinen bildnerischen Arbeiten gehören vor allem Collagen, Montagen und Illustrationen. Heute lebt der Autor in Dresden.

Moderation:
Jayne-Ann Igel 

Eintritt: 8 €, 5 €

Wir bitten um Voranmeldung.

Die Veranstaltung wird gefördert vom Amt für Kultur und Denkmalschutz der Landeshauptstadt Dresden.

08.07.
Eintritt frei
22. Erich Kästner Rallye

"Parole Emil!" – Den Dieben dicht auf den Fersen

Foto: André Wirsing

09:00Uhr

Seit 2006 stellen immer am letzten Donnerstag vor den Sommerferien Dresdner Drittklässler ihren detektivischen Scharfsinn unter Beweis. „Parole Emil!“ lautet das Geheimzeichen der 450 Kinder, die im Rahmen der Erich Kästner Rallye auf den Spuren von Kästners Leben und Geschichten durch die Stadt ziehen und dabei Emil und der Polizei helfen, zwei Ganoven dingfest zu machen, die nicht nur Geld gestohlen haben, sondern auch noch eine Sparkasse ausrauben wollen. An diesem Vormittag bestimmen die Kinder mit ihrer Energie und Spontanität das Bild der Stadt.


Anmeldungen für die Rallye 2027 sind ab sofort über folgendes Formular möglich: https://forms.gle/VJqZsGEJ9qvXQAwGA
Anmeldeschluss ist der 31.10.2026.

 

Voranmeldung erforderlich!

Ein Kooperationsprojekt des Theaterpädagogischen Zentrums Sachsen und des Erich Kästner Hauses für Literatur