Programm

March 2026

09.04.
Eintritt frei
Rumänisch-deutsches Gedankenfeuerwerk

Interkulturelle Begegnungslesung zwischen Traian Pop Traian und der Schreibwerkstatt von Michael G. Fritz

19:00Uhr

Seit 20 Jahren betreibt der Autor Michael G. Fritz unter dem Dach des Erich Kästner Hauses für Literatur in Dresden die Schreibwerkstatt für angehende, aber auch mittlerweile gestandene Autoren. Manche haben die Werkstatt nur einige Male besucht, andere erscheinen regelmäßig und nutzen die produktive Atmosphäre des literarischen Austauschs. Es gibt Autoren und Autorinnen mit beachtlichen Einzelveröffentlichungen, die Romane, Kurzprosa, Gedichte umfassen, die bereits mit ersten Preisen bedacht worden sind.

Traian Pop Traian, aus Rumänien stammender Dichter und Verleger, lebt heute in Ludwigsburg. In seinem Pop-Verlag erscheint zweimal jährlich die Literaturzeitschrift „Matrix“. An diesem Abend wird er eigene Gedichte lesen und seinen Verlag vorstellen. In der Ausgabe „Matrix“ 2/2025 (Nr. 80) veröffentlichte er Texte von Mitgliedern der Schreibwerkstatt. Einige von ihnen werden an diesem Abend Auszüge aus ihren Arbeiten präsentieren. Es kommt zur Begegnung zweier Kulturen mit ihren so unterschiedlichen Prägungen und Bedeutungsebenen, die sich aber gerade in Siebenbürgen und im Banat gegenseitig beeinflusst haben. Die dort entstandene deutsche Literatur hat die rumänische Bildhaftigkeit übernommen. Nicht zuletzt erzählt die an diesem Abend vorgestellte Literatur davon.

Eintritt frei

Eine Veranstaltung in Kooperation mit der Sächsischen Landeszentrale für politische Bildung

Wir bitten um Voranmeldung.

 

24.04.
Freier Eintritt
Szenische Lesung – „Unsere Töchter, die Nazinen“

Nach dem gleichnamigen Roman Hermynia Zur Mühlens (1934)

19:00Uhr

Drei Frauen, die Arbeiterin Toni, die Gräfin Agnes und die Frau Dr. Feldhüter, Arztgattin mit dem dringenden Wunsch nach sozialem Aufstieg, leben in derselben Kleinstadt. Alle drei Frauen kennen sich und begegnen sich mit unterschiedlichen Gefühlen. Sie beschreiben ihre Familie - und die Entwicklung ihrer heranwachsenden Töchter. Die mehr und mehr herausbrechende Brutalität der Anhänger Hitlers kollidiert mit dem Wunsch der Töchter nach Selbstbestimmtheit, Anerkennung und Liebe.

Aristokratin, Kommunistin, Katholikin, unbeugsame Nazigegnerin und Exilantin: Hermynia Zur Mühlen wurde 1883 in Wien als Gräfin Folliot de Crenneville geboren und starb 1951 im englischen Exil. Geschätzt von Joseph Roth und Karl Kraus, war sie eine Ausnahmeerscheinung der deutschsprachigen Literatur des zwanzigsten Jahrhunderts. Mit ihren proletarischen Märchen hat sie ein eigenes Genre erfunden, darüber hinaus war sie eine politische Erzählerin und Publizistin von Rang.

Musik:
Justin Koch

Freier Eintritt
Spenden willkommen

Wir bitten um Voranmeldung.

In Kooperation mit den „Omas gegen Rechts“ Halle und Dresden

12.05.
8 € | 5 €
Buchsalon

Kritiker:innengespräch und Lesung

19:00Uhr

Nach der Leipziger Buchmesse sprechen drei Literaturkritiker:innen innen über Neuerscheinungen von Autor:innen, die aus Sachsen kommen oder in Sachsen zu Hause sind. In der diesjährigen Dresdner Ausgabe diskutieren die Autorin Linn Penelope Rieger, die Bibliotheksmanagerin Odile Vassas und der Dichter Patrick Wilden über den Roman „Mit beiden Händen den Himmel stützen“ von Lilli Tollkien, den Gedichtband „Fragen an den Yeti“ von Volker Sielaff und das Kinderbuch „Hunderunde“ von Frauke Angel, Nadine Prange, Eva Howitz und Lena Seik. Die Dichterin und Autorin ist zu Gast mit ihrem Buch „Affenliebe“.


Im Anschluss liest Lara Rüter aus ihrem Buch: „Affenliebe“.

Sie trauern und sie furzen, sie lachen und sie ärgern sich, sie wollen möglichst viel Lust und Geborgenheit und starren dann wieder vor sich hin: die Menschen – nein, die Menschenaffen. Jahrelang hat die Lyrikerin Lara Rüter in einem Primatenforschungsinstitut gearbeitet. In ihrem Text erzählt sie radikal von den Affen und von sich selbst: von Lebensanfängen und vom Sterben, von Freiheitsdrang und Berührung. Im Alltag mit den Affen drängt sich immer wieder dieselbe Frage auf: Wie fühlt es sich an, ein Mensch zu sein? Schwebend vor Gedichtzitaten, Wissenschaftsfragen und Momenten am Gehege zeigt dieser bahnbrechende Essay, wie Schreiben die Welt verändert.

Lara Rüter wurde 1990 in Hannover geboren. Sie war Preisträgerin für Lyrik beim 26. Open Mike, erhielt 2020 den Caroline-Schlegel-Förderpreis für Essayistik, 2021 den Wolfgang-Weyrauch Förderpreis beim Literarischen März, 2022 ein Stipendium der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen und 2023 eine Residenz im Mare-Künstlerhaus. Ihr Lyrikdebüt "amoretten in netzen", 2024 bei Wunderhorn erschienen, erhielt 2025 den Kranichsteiner Literaturförderpreis. Sie lebt in Leipzig.

Eintritt 8 € | 5 €

Wir bitten um Voranmeldung.

Eine Veranstaltung des Sächsischen Literaturrats in Kooperation mit Das Erich Kästner Haus für Literatur

22.06.
Eintritt frei
Schreibwerkstatt

Mit Michael G. Fritz & Marina Frenk 

Foto: Heidrun Voigt

18:00Uhr

Seit 20 Jahren betreibt der Autor Michael G. Fritz unter dem Dach des Erich Kästner Hauses für Literatur in Dresden die Schreibwerkstatt für angehende, aber auch mittlerweile gestandene Autoren. Manche haben die Werkstatt nur einige Male besucht, andere erscheinen regelmäßig und nutzen die produktive Atmosphäre des literarischen Austauschs. Es gibt Autoren und Autorinnen mit beachtlichen Einzelveröffentlichungen, die Romane, Kurzprosa, Gedichte umfassen, die bereits mit ersten Preisen bedacht worden sind.

Die Schreibwerkstatt hat sich zu einem festen Bestandteil der Dresdner Literaturszene entwickelt. Viermal im Jahr ist sie an die Lesereihe "Sprachen machen Leute" gekoppelt, in der Autoren und Autorinnen nichtdeutscher Muttersprache vorgestellt werden, die als Gast in der Schreibwerkstatt mitwirken. In diesem Fall werden Werkstatt und Lesung von der Sächsischen Landeszentrale für politische Bildung und der Buchhandlung Thalia "Haus des Buches" unterstützt.

Wenn Sie an der Schreibwerkstatt teilnehmen möchten, senden Sie Ihre Textprobe bitte bis zum 13.06. per Mail an kontakt@kaestnerhaus-literatur.de. 

Voranmeldung erforderlich!

Die Teilnahme ist gebührenfrei.

Die Veranstaltung findet in Kooperation mit der Sächsischen Landeszentrale für politische Bildung sowie der Thalia Buchhandlung "Haus des Buches" statt.

23.06.
8 € | 5 €

Die junge Künstlerin Kira lebt mit Marc und dem gemeinsamen Sohn in Berlin. Sie gibt Malkurse für Kinder, hat lange nichts gemalt – und zweifelt. Ihre Beziehung zu Marc ist sprach- und berührungslos. Kira glaubt, in die Zukunft zu sehen und die Vergangenheit zu erfinden. In den neunziger Jahren ist sie mit ihren Eltern aus Moldawien nach Deutschland gezogen, irgendwo angekommen ist aber keiner in ihrer russisch-jüdischen Familie. Kira betrachtet nicht nur das eigene Leben, mitunter zynisch und distanziert, sondern auch das ihrer Vorfahren, die sie teilweise nur von Fotos kennt. Sie reist nach New York, Israel und Moldawien, versucht, die Geschichten zu begreifen und in ihren  Bildern zu verarbeiten.


Marina Frenk wurde 1986 in Moldawien geboren und lebt seit 1993 in Deutschland. Seit 2015 ist sie freischaffende Schauspielerin, Musikerin und Autorin von Hörspielen. "ewig her und gar nicht wahr" ist ihr erster Roman.

2016 erhielt sie den Hörspielpreis der Kriegsblinden.

Moderation:
Michael G. Fritz

Eintritt: 8 € | 5 €

Wir bitten um Voranmeldung.

Die Veranstaltung findet in Kooperation mit der Sächsischen Landeszentrale für politische Bildung sowie der Thalia Buchhandlung "Haus des Buches" statt.

Foto mit Schauspielern
02.07.
21. Erich Kästner Rallye 2026

"Parole Emil!" Den Dieben dicht auf den Fersen

09:00Uhr

Seit 2006 stellen immer am letzten Donnerstag vor den Sommerferien Dresdner Drittklässler ihren detektivischen Scharfsinn unter Beweis. „Parole Emil!“ lautet das Geheimzeichen der 450 Kinder, die im Rahmen der Erich Kästner Rallye auf den Spuren von Kästners Leben und Geschichten durch die Stadt ziehen und dabei Emily oder Emil und der Polizei helfen, zwei Ganoven dingfest zu machen, die nicht nur Geld gestohlen haben, sondern auch noch eine Sparkasse ausrauben wollen. An diesem Vormittag bestimmen die Kinder mit ihrer Energie und Spontaneität das Bild der Stadt.

Teilnahme an der Rallye nur nach Anmeldung möglich! Anmeldeschluss: 31.10.2025

Eine Kooperation vom Theaterpädagogischem Zentrum Sachsen e.V. und Das Erich Kästner Haus für Literatur