24. Dezember
NOSTALGIEN AN HEILIGABEND
„Fünfundvierzigmal hintereinander habe ich mit meinen Eltern zusammen die Kerzen auf dem Christbaum brennen sehen. Als Flaschenkind, als Schuljunge, als Seminarist, als Soldat, als verbotener Schriftsteller. In Kriegen und im Frieden.“
Zitat aus: "Sechsundvierzig Heiligabende"
Fehlt jemand in der Runde, ist Heiligabend nicht komplett. Die Kinder sind längst aus dem Haus, Bruder und Schwester vielleicht zerstritten, manch einer schon davongegangen. Was meint ihr - soll man nicht trotz all der Veränderungen zusammenkommen, sich gemeinsam erinnern und einander dankbar sein?
WIR WÜNSCHEN EUCH EINE SCHÖNE WEIHNACHTSZEIT!
23. Dezember
VORWEIHNACHTSTAG
Der Tag vor dem Fest ist oft dazu da, noch letzte Besorgungen zu tätigen, den Baum zu schmücken oder auf andere Weise dafür zu sorgen, dass der Weihnachtstag wirklich der schönste aller schönsten Tage wird. Habt ihr Rituale am Vorweihnachtstag?
22. Dezember
AUSPACKEN
Geschenke vor der ganzen Familie aufmachen? Das kann unter Umständen nicht nur Freude, sondern auch Druck auslösen. Erich Kästner kannte das nur zu gut. Die Eltern konkurrierten um das beste Geschenk und der kleine Erich stand mittendrin. Packt ihr lieber in Ruhe allein aus oder mit allen gemeinsam?
21. Dezember
ZEITGEFÜHL
Die Zeit rast, obwohl niemand Gas gibt. Wir tun bloß so, als säßen wir am Steuer und bestimmten den Weg und die Zeit. Vielleicht liegt echte Gelassenheit darin, keine Abkürzung zu suchen, sondern die Uhr beiseitezulegen. Zeit auch mal zu fühlen, nicht nur zu nutzen.
20. Dezember
GLÜCKWÜNSCHE UND GLÜCK WÜNSCHEN
Einander Glück zu wünschen oder sich zu beglückwünschen, gehört zu den schönen Ritualen, die wir pflegen. Wenn wir die Daumen drücken für eine Freundin, wenn wir uns über Erfolge freuen oder an Silvester einen guten Rutsch wünschen. Erich Kästner empfiehlt, auch sich selbst einmal zu beglückwünschen. Sei´s mit einem Kompliment für eine gute Leistung oder der Erkenntnis, dass man auf dem richtigen Weg ist.
19. Dezember
ERWARTUNGSDRUCK
Für viele Menschen ist das Weihnachtsfest mit Sorgen und Ängsten verbunden: die Beschaffung eines Geschenks trotz Geldproblemen, Befürchtungen, Harmonie nicht aufrechterhalten zu können. Der Erwartungsdruck kann Spuren hinterlassen. Wie können wir am besten mit Sorgen und Ängsten umgehen?
18. Dezember
FREUDE SCHENKEN
Ob man unter dem Baum neue Socken, Schokolade oder ein gutes Buch findet, über die Bescherung freut man sich fast immer. Doch auch liebe Worte können ein schönes Geschenk sein. Wann habt ihr das letzte Mal ein Kompliment verschenkt?
17. Dezember
HOFFNUNGSPREDIGTEN
Seither behauptet immer irgendwer irgendwann und irgendwie, alles würde gut werden. Die Zuversicht behalten, ja nicht fatalistisch werden. Doch das sagt sich so. Es fällt nicht immer leicht, hoffnungsvoll in die Welt zu schauen. Was sind eure Strategien, damit umzugehen?
16. Dezember
NIESENDER WEIHNACHTSMANN
Manche von euch hatten bestimmt schon das Glück, den Weihnachtsmann persönlich anzutreffen. Auch Erich Kästner hatte die Ehre, diese Rolle für seinen Neffen zu übernehmen. Trotz des weißen Rauschebarts erkannte der Junge seinen Onkel und rief ihm zu: „Prost, Onkel Erich!“ Könnt ihr euch an eine lustige Weihnachtsgeschichte erinnern?
15. Dezember
FÜR THOMAS
Thomas Kästner, von seinem Vater gelegentlich „Herr Napfkuchen“ genannt, feiert heute seinen 68. Geburtstag. Erich Kästner schrieb viele Briefe an ihn und seine Mutter Friedel Siebert. Er nannte die beiden seine Doppelschätze. Wir wünschen Herrn Kästner und allen anderen, die heute Geburtstag feiern, alles Gute und eine schöne Adventszeit!
14. Dezember
WÜNSCHEN WIR RICHTIG?
Manch einer hat heutzutage das Gefühl, dass Wesentliches abhandengekommen ist: Frieden, Sicherheit, Lebens- und Gemeinschaftssinn. Zu Entstehungszeit des Textes geriet das Fundament dieser Werte in Gefahr. Die Wirtschaftskrise und der zunehmende Faschismus bestimmten das Leben der kleinen und großen Leute. Erich Kästners Gedicht lädt dazu ein, über das Fehlende nachzudenken. Welche Wünsche würden auf eurem Zettel stehen, wenn alles möglich wäre?
13. Dezember
ROLLENTAUSCH
In Erich Kästners Theaterstück „Klaus im Schrank oder Das verkehrte Weihnachtsfest“ tauschen Eltern und Kinder die Rollen. So merken die Großen wieder, wie schön es ist, sorglos zu spielen und dem Arbeitsalltag zu entkommen. Vielleicht könnt auch Ihr die Adventszeit nutzen, um etwas Leichtigkeit ins Leben zu bringen. Welche Zeit könnte sich dafür besser eignen?
12. Dezember
ALLTAG UND DERGLEICHEN
Routinenhaft zieht die Vorweihnachtszeit vorüber. Kaum hat man sich versehen, ist schon wieder Neujahr. Dabei muss der Alltag gerade in dieser Zeit nicht eintönig sein. Was fühlt sich für euch erfrischend an? Ist es ein neuer Weihnachtsfilm, ein gutes Buch oder doch das Schlittschuh fahren?
11. Dezember
SINNLICHES
Lichtflimmern in glänzenden Gläsern, der Duft von Zimt mischt sich mit kalter Winterluft. Es ist geschmückt, es riecht köstlich. Trotz alledem kann sich Einsamkeit einschleichen. So auch in Erich Kästners Gedicht "Sozusagen in der Fremde", in dem die Hauptfigur ganz allein in einem gefüllten Festsaal sitzt. Was würde euch in so einer Situation aufmuntern?
10. Dezember
VORFREUDE
Die kleine Gustel aus Erich Kästners Gedicht ist kaum zu zügeln. Auch nach der Bescherung an Heiligabend ist sie so aufgeregt, dass sie nicht einschlafen kann. Ähnlich ist es mit der Vorfreude. Am liebsten sollten die Geschenke schon am ersten Advent unterm Baum liegen. Ging euch das früher auch so?
9. Dezember
HILFSBEREITSCHAFT
Während viele von uns die Adventszeit mit Licht und Wärme verbinden, bleibt es für andere kalt und dunkel. Das Leben auf der Straße wird auch an Weihnachten nicht einfacher. Umso wichtiger ist es, an die zu denken, die im Leben weniger begünstigt sind. Die Obdachlosenhilfe Dresden freut sich gerade im Winter immer über Spenden und ist für jede Hilfe dankbar. Einen Spendenlink findet ihr auf der Website:
https://www.obdachlosenhilfe-dresden.de/
8. Dezember
EINSAMKEIT
Tante Olga verbringt ihre Adventszeit allein. Desto mehr freut sie sich über eine eingesprochene Schallplatte ihrer Nichte. Diese enthält gemeine Witze über Olga, bevor es zum eigentlichen Weihnachtsgruß kommt. In Erich Kästners Kurzgeschichte „Grüße auf der Platte“ bleibt Olga am Festtag fassungslos und verlassen zurück. Wie geht man an Heiligabend mit Einsamkeit um?
7. Dezember
KINDLICHKEIT
Die Welt mit Kinderaugen sehen und nicht aufhören, neugierig zu bleiben. Fantasievoll sich selbst und die Welt entdecken. Erich Kästners Gedanke, dass Kinder die besseren Menschen sind, inspiriert zum Neuausrichten. Welche Facetten der Kindlichkeit und Fantasie spielen eine Rolle in eurem Leben?
6. Dezember
NIKOLAUS
Er zieht von Traum zu Traum und hinterlässt Spuren im Schnee. Kinder haben meist lebhafte Vorstellungen von ihm. Erich Kästner greift das auf und beschreibt den Nikolaus als einen Mann mit schneeweißem Bart. Zauberhaft schneit er durch den Kamin ins Wohnzimmer und versteckt Geschenke im Strumpf. Liebe Kinder und Nicht-Kinder, wie stellt ihr euch den Nikolaus vor?
5. Dezember
FREUNDSCHAFT
Nachhaltige Beziehungen sind für die meisten Menschen essenziell für ein gelingendes Leben: Wir erwarten von unseren Vertrauten, dass sie uns selbst dann zuhören und verstehen wollen, wenn sie anderer Meinung sind. Wir wünschen uns wohlwollend interpretiert zu werden und bemühen uns diesen Erwartungen selbst gerecht zu werden. Was macht einen guten Freund für euch aus?
4. Dezember
WIESO EIGENTLICH LANGEWEILE?
Adventszeit, das heißt auch Warten lernen. Was tun wir eigentlich, wenn wir in der Supermarktschlange oder beim Baumkauf stehen? Ärgern wir uns, hoffen wir auf etwas oder grübeln wir? Wer sich gut langweilt und ohne ständige Reizzuführung leben kann, wird alles intensiver wahrnehmen. Mit Erich Kästner lässt sich sagen: Nehmt euch Zeit und genießt auch mal das Schlendern.
3. Dezember
DOCH KEIN WINTER …
Die Kunst sich auch zu freuen, wenn anstelle von Puderschnee oder Sonnenstrahlen Regen vom Himmel fällt. Unerwartetes begrüßen und sich nicht betrüben lassen. Wie reagiert ihr, wenn´s mal nicht so läuft wie ihr dachtet und muss das Weihnachtsfest ohne Schnee eine Enttäuschung sein?
2. Dezember
WIESO LACHEN?
Ein kluger Witz kann den Raum und das Gemüt erhellen. Was zunächst ernst war, erscheint in neuem Licht. Humor hat viele Gestalten: Komik, Satire oder Ironie. Solange man taktvoll bleibt und ohne Spott und Boshaftigkeit auskommt, kann Lachen Wunder bewirken. Erinnert ihr euch an eine Situation, in der ein Witz den Moment gerettet hat?
1. Dezember:
GLÜCK IM SCHNEE
Die Adventszeit beginnt und pünktlich rieselt Schnee vom Himmel. Schön wär´s, oder? Doch wenn sich dann Schneegestöber ankündigt, bleiben nicht mal Herren im Anzug im Haus. So auch in der Romanverfilmung "Drei Männer im Schnee". Sie basteln Schneemänner und erfreuen sich am weißen Geschenk. Wann habt ihr das letzte Mal einen Schneemann gebaut?
Die Adventszeit fühlt sich warm und kalt an, harmonisch und auch hektisch. Sie kann Wechselhaftes mit sich bringen. Erwartung und Ernüchterung. Familienglück und Einsamkeit. Worauf besinnen wir uns, wenn Pläne scheitern, der Christbaum wankt und die Verwandtschaft einen Tag zu früh vor der Tür steht? Wir, die Praktikanten und Praktikantinnen des Erich Kästner Hauses, entdecken mit Erich Kästner die Adventszeit und präsentieren jeden Tag ein neues Türchen.