Auf zum Endspurt! Die Finalistinnen und Finalisten des 16. Dresdner Lyrikpreises stellen sich vor und geben mit ihrem Gedicht einen persönlichen Einblick in ihr poetisches Schaffen und ihre literarische Stimme.
Der Publikumspreis wird wieder vergeben! Am Finalabend haben Sie die Möglichkeit, live abzustimmen und Ihre Favoritin oder Ihren Favoriten zu unterstützen. Seien Sie zum dabei und entscheiden Sie mit, wer gewinnt! Die Preisverleihung findet am Sonntag statt.
Elsa Aids schreibt unter literarischem Pseudonym und thematisiert seit den späten Nullerjahren in seinen Texten queere Körperlichkeit und toxische Männlichkeit. In seinen Gedichten lässt sich eine gewisse Scheu und Unnahbarkeit beobachten. Seine Texte sind bodenständig und verständlich, oft mit einer Portion Grausamkeit, Defätismus und Verfall durchsetzt.
Tereza Bínová, geboren 1990, stammt aus der Vysočina und arbeitet als Psychologin. 2014 veröffentlichte sie ihren ersten Sammelband "Souborná zkouška" (Kollektive Prüfung). Ihr neuester Gedichtband "Červený obr" (Der rote Riese) wurde mit dem Preis Magnesia Litera 2024 ausgezeichnet.
Róža Domašcyna schreibt Lyrik, Essays, Dramatik und Rezensionen und wirkt als Herausgeberin und Nachdichterin. In der Oberlausitz geboren, schreibt sie in zwei Muttersprachen: Sorbisch und Deutsch. Damit gehört sie einer Tradition an, der vom Ursprung her die Selbstbehauptung eingeschrieben ist.
Nadja Küchenmeister ist freiberufliche Schriftstellerin und arbeitet für den Rundfunk als Hörspiel- und Feature-Autorin. Sie lehrte Literarisches Schreiben unter anderem am Deutschen Literaturinstitut in Leipzig und an der Kunsthochschule für Medien in Köln. Seit 2010 hat sie vier Gedichtbände veröffentlicht.
Marion Poschmann schreibt Lyrik, Prosa und Essays. Sie begeistert mit ihrer so leichthändigen wie zwingenden Anverwandlung traditioneller Muster; in ihren neuen Gedichten, insbesondere in dem Band "Nimbus" (2020), überblendet sie diese Formkunst mit den drängenden Fragen unserer Gegenwart und schreckt selbst vor einem schneedurchwehten, rußduftigen Sonettenkranz über die "Große Nordische Expedition" nicht zurück.
Yveta Shanfeldová wuchs in einer Großfamilie auf, in der nicht nur Tschechisch und Slowakisch, sondern auch Rumänisch und Deutsch gesprochen wurde. Seit 2006 hat sie sechs Gedichtbände veröffentlicht.