Jayne-Ann Igel – „Der Meere lidloser Schlag“
Lesung und Gespräch
Foto: Gerd Mothes
Die im neuen Band der preisgekrönten Autorin versammelten Gedichte sind Texte des Transits, des Sich-Verortens – unterwegs zwischen Innen und Außen, Erinnerung und Gegenwart, Körper und Gelände.
„Dichtung der Schwellen und Übergänge: hochsensibel, melancholisch und von analytischer Genauigkeit.“
(Jury, Hölty-Preis)
Jayne-Ann Igel wurde 1954 in Leipzig geboren. Sie absolvierte eine Lehre im Bereich wissenschaftliche Bibliotheken in Leipzig. Im Anschluss arbeitete sie zunächst in der Deutschen Bücherei Leipzig sowie im Buchhandel und wechselte nach ihrem Theologiestudium ins Gesundheitswesen. Ihr literarischer Weg begann im Untergrund der späten DDR mit selbstverlegten Grafik-Gedicht-Mappen und Zeitschriften. Seit 1988 ist sie als freiberufliche Schriftstellerin tätig. Aus ihrer Zusammenarbeit mit bildenden Künstler:innen (u.a. Detlef Schweiger, Erika Enders, Claudia Reh, Tobias Stengel) erschienen in den 1980er Jahren mehrere Graphik-Gedichte-Mappen. Jayne-Ann Igel beteiligte sich an Zeitschriften-Projekten im Samisdat. Für ihr lyrischen Schaffen erhält sie 2026 den Hölty-Preis der Landeshauptstadt Hannover. Heute lebt sie als freie Autorin in Dresden.