Marina Frenk – „ewig her und gar nicht wahr“
Lesung & Gespräch
Die junge Künstlerin Kira lebt mit Marc und dem gemeinsamen Sohn in Berlin. Sie gibt Malkurse für Kinder, hat lange nichts gemalt – und zweifelt. Ihre Beziehung zu Marc ist sprach- und berührungslos. Kira glaubt, in die Zukunft zu sehen und die Vergangenheit zu erfinden. In den neunziger Jahren ist sie mit ihren Eltern aus Moldawien nach Deutschland gezogen, irgendwo angekommen ist aber keiner in ihrer russisch-jüdischen Familie. Kira betrachtet nicht nur das eigene Leben, mitunter zynisch und distanziert, sondern auch das ihrer Vorfahren, die sie teilweise nur von Fotos kennt. Sie reist nach New York, Israel und Moldawien, versucht, die Geschichten zu begreifen und in ihren Bildern zu verarbeiten.
Marina Frenk wurde 1986 in Moldawien geboren und lebt seit 1993 in Deutschland. Seit 2015 ist sie freischaffende Schauspielerin, Musikerin und Autorin von Hörspielen. "ewig her und gar nicht wahr" ist ihr erster Roman.
2016 erhielt sie den Hörspielpreis der Kriegsblinden.