Gäste im Haus

09.04.
8 € | 5 €
Szenische Lesung – „Unsere Töchter, die Nazinen“

Nach dem gleichnamigen Roman Hermynia Zur Mühlens (1934)

19:00Uhr

Drei Frauen, die Arbeiterin Toni, die Gräfin Agnes und die Frau Dr. Feldhüter, Arztgattin mit dem dringenden Wunsch nach sozialem Aufstieg, leben in derselben Kleinstadt. Alle drei Frauen kennen sich und begegnen sich mit unterschiedlichen Gefühlen. Sie beschreiben ihre Familie - und die Entwicklung ihrer heranwachsenden Töchter. Die mehr und mehr herausbrechende Brutalität der Anhänger Hitlers kollidiert mit dem Wunsch der Töchter nach Selbstbestimmtheit, Anerkennung und Liebe.

Aristokratin, Kommunistin, Katholikin, unbeugsame Nazigegnerin und Exilantin: Hermynia Zur Mühlen wurde 1883 in Wien als Gräfin Folliot de Crenneville geboren und starb 1951 im englischen Exil. Geschätzt von Joseph Roth und Karl Kraus, war sie eine Ausnahmeerscheinung der deutschsprachigen Literatur des zwanzigsten Jahrhunderts. Mit ihren proletarischen Märchen hat sie ein eigenes Genre erfunden, darüber hinaus war sie eine politische Erzählerin und Publizistin von Rang.

Eintritt: 8 € | 5 € 

Um Voranmeldung wird gebeten.

In Kooperation mit den „Omas gegen Rechts“ Halle und Dresden

26.03.
Ulf Großmann – "Rohdaten"

Lesung und Gespräch

Foto: privat

19:00Uhr

„Ein Buch für und über unsere Zeit!“ (P. Wilden)
    

Ulf Großmann wurde 1968 in Freiberg geboren und lebt heute in Dresden. Er ist ausgebildeter Baufacharbeiter und Verwaltungsfachangestellter, arbeitete Jahre auf dem Bau und im öffentlichen Dienst des Freistaates Sachsen. Er veröffentlichte Lyrik, Belletristik und Rezensionen in Zeitschriften und Anthologien (u. a. „außerdem“, „wortwerk“, „Das Magazin“, „Lichtungen“ und wirkt zudem als Herausgeber. Er war außerdem viele Jahre Redakteur der Zeitschrift für Literatur und Kunst „Ostragehege“.

Moderation:
Patrick Wilden

Um Voranmeldung wird gebeten.

Die Veranstaltung findet in Kooperation mit dem Thelem Universitätsverlag statt.

24.03.
8 € | 5 €
Jens Wonneberger – „Inventur“

Lesung & Gespräch

Foto: Max Zerrahn

19:00Uhr

Der Tintenklecks als Abstoßpunkt ins Meer der Fantasie, die Fotografien, auf denen alle gleich (alt) und bürgerlich aussehen, die Abendzigarette vor dem Haus, die einer Askese eher gleicht als einer Sucht, die Spieluhr, die noch einmal klimpert, der Volksempfänger, der noch einmal brüllt; der Haken des Selbstmörders neben dem Kronleuchter. Die Dinge stehen für das Schweigen ihrer einstigen Besitzer und müssen doch eine ganze Menge „wissen“. Beharrlich betrachtet, öffnen sie sich und geben dieses Wissen preis.

Wunderbare Miniaturen spinnen sich mühelos zu einer Erzählung, die an Welthaltigkeit einem Roman in nichts nachsteht. Jede Generation hat irgendwann ihre gute alte Zeit! Im privaten Raum, in der Wohnung des Autors spiegeln sich die großen Umwälzungen der Zeit. Und stets bricht das Gelesene in die Erinnerung ein, die Liebe zur Literatur, und färbt das Private, das Persönliche neu. Die Beschreibungskunst dieses Autors lässt sich nicht hoch genug einschätzen!


Jens Wonneberger wurde 1960 in Ohorn geboren und lebt heute in Dresden. Nach einem Studium des Bauingenieurwesens war er zunächst als Reinigungskraft und Verkäufer tätig. Seit 1992 arbeitet er als freier Autor und Redakteur. Seine Texte wurden mit zahlreichen Stipendien und Auszeichnungen gewürdigt, darunter der Sächsische Literaturpreis (2010). Im Müry Salzmann Verlag erschienen zuletzt "Weltliteratur" (2023) und "Pension Seeparadies" (2024).


 

Moderation:
Michael Wüstefeld 

Eintritt 8 € | 5 €

Um Voranmeldung wird gebeten.

28.02.
Eintritt frei

Der Dresdner Literaturner e.V. stellt die prämierten Texte seines aktuellen Schreibwettbewerbs in einer öffentlichen Lesung vor. Ab 18:00 Uhr präsentieren die ausgezeichneten Autorinnen und Autoren ihre Gedichte und Prosatexte. Dieses Mal haben sich die Literaturner mit dem Thema „Ausreden“ befasst. In ihren Texten begegnet man nervigen Möchtegern-Freunden und der heiklen Frage, wie man sie loswird, ohne sie zu verletzen. Außerdem werden die Leser Zeugen einer Liebesaffäre inmitten einer Kleingartenkolonie, die sich auf einer Kreuzfahrt fortsetzt. Cupcake und Muffin treten auf den Plan. Die beiden Katzen sind „Ausreden“ eines Cafékellners, der gern mal Fünfe gerade sein lässt.

Der Dresdner Literaturner e.V. ist ein gemeinnütziger Verein, der seit vielen Jahren kreatives Schreiben fördert, literarische Talente vernetzt und Raum für Austausch, Weiterbildung sowie öffentliche Präsentationen bietet. Mit Lesungen, Workshops und regelmäßigen Schreibtreffen unterstützt der Verein aktiv die literarische Szene der Region.

Eintritt frei

19.02.
Eintritt frei

Der 13. Band der Reihe „Die sorbische Bibliothek“ ist eine Anthologie sorbischer Schriftstellerinnen und Schriftsteller mit Erzählungen, die in den Jahren zwischen 1945 und 1990 entstanden sind. Außenseiter und Bodenständige, vertrautes Dorfmilieu und weite Welt, Paradiesgärten, zerstörte Landschaften und Identitätssuche – all das findet sich darin. Neben deutschen Autorfassungen beinhaltet die Auswahl der Herausgeberin Maria Matschie auch zehn erstmals veröffentlichte Übersetzungen ins Deutsche. In einem Nachwort ordnet die Literaturwissenschaftlerin Dr. Juliane Rehnolt die Texte in das breite Spektrum der sorbischen DDR-Literatur ein.

Es lesen: Maria Matschie, Elke Lorenz, Benedikt Dyrlich & Dorothea Scholze.

Moderation:
Maria Matschie 

Eintritt frei

Um Voranmeldung wird gebeten.

20.01.
Freier Eintritt
Kai Pohl – „Sterne über Astrachan“

Lesung und Gespräch

Foto: Lucas Gerbier

19:00Uhr

Die „Sterne über Astrachan“ sind eine Zusammenstellung von 100 Gedichten aus 36 Jahren und ca. zwei Dutzend Publikationen in einem Buch mit jeweils zehn Gedichten in zehn Kapiteln. Es handelt sich hierbei um kein Best-of, nicht um herausragende Dichtung von der Spitze des Eisbergs. Vielmehr ist es eine Sammlung tragender, treibender Kristalle aus dem unter Wasser befindlichen, ungleich größeren Kiel einer schwimmenden Insel. Diese Gedichte wollen auch Spitzen der Bewegung sein, Erinnerungsspeicher sowie Manifestationen von Renitenz. Auswahl und Kombination der mit unterschiedlichen Schreibtechniken erzeugten Dichtungen, Montagen, Cut-ups, Persiflagen, Adaptionen usw. besorgte der Autor selbst.

Kai Pohl, 1964 geboren, lebt in Berlin und schreibt seit den 1980er Jahren Gedichte. Von 1986 bis 1990 studierte er Forsttechnik. Anschließend folgte von 1996 bis 2000 ein Studium des Kommunikationsdesigns. Seit 2001 beteiligt er sich an Ausstellungen im In- und Ausland, unter anderem in Berlin, Chicago und Wrocław. 2006 war er Mitbegründer der „Epidemie der Künste“ sowie der Zeitschrift „floppy myriapoda – Subkommando für die freie Assoziation“. Seit 2007 organisiert er Lesereihen und Literaturfestivals. Von 2011 bis 2013 gab er die „Schock Edition“ heraus; seit 2014 ist er Redakteur der Fusionszeitschrift „Abwärts!“ und Herausgeber der Prenzlauer Berg Collection. Neben mehreren Gedichtbänden veröffentlichte er zahlreiche Beiträge in Anthologien und Literaturzeitschriften.

Moderation:
Jayne-Ann Igel

Freier Eintritt

Wir bitten um Voranmeldung.

06.11.
Freier Eintritt
"Die Provinz wird frech"

Kehraus-Lesung des Signum e.V. 

19:00Uhr

Winterende 99. Der seinerzeit noch minderjährige in den Vierteln der Neustadt etablierte Zwei-Personen-Verlag Die Scheune, dessen Lesebücher „Schokoladenbruch“ und „Bekehrung am Elbufer“ zumindest in Richters Buchhandlung am Bischofsweg Furore gemacht hatten, beschloss einstimmig, nunmehr nach Höherem zu streben und eine Literaturzeitschrift von Format zu edieren, die ihren Vorbildern (Phönix. Menschen. Kolonne. Die Sammlung) zumindest ein Glas Wasser reichen konnte. Der Premierenabend des ersten Signum-Heftes im legendären Café Donnersberg wenigstens, wurde ein Blitzerfolg. „Die Provinz wird frech“ titelte ein konkurrierendes Journal und regionale Blätter reagierten erfreut. Späterhin fanden sich zahlreiche unermüdlich stabile Signum-Autoren, Unterstützer, Drucker und Leser in Ost und West und Übersee, die es SIGNUM ermöglichten, 25 Jahre durchzuhalten.
Text: Norbert Weiß

Dresdner Autoren lesen Texte aus 25 Jahren SIGNUM von Gerd Adloff, Joochen Laabs, Karl Mickel, Thomas Rosenlöcher, SAID, Manfred Streubel, P. K. Wehrli. Der Dresdner Gitarrist Thomas Scholz begleitet die Lesung musikalisch improvisierend mit Stücken von Johann Sebastian Bach, Joaquin Turina, Francisco Tarrega u.a.

 

Der Eintritt ist frei.

19.09.
Freier Eintritt

Der 25. April 2025 markiert in Italien den 80. Jahrestag der Befreiung vom Nazifaschismus. Auch aus deutscher Sicht gibt es gute Gründe, an diesen Tag zu erinnern. Denn es gab Deutsche – Soldaten der Wehrmacht – die sich in Italien dem Faschismus widersetzt haben. Einige Dutzend, vielleicht Hunderte, desertierten, schlossen sich den Partisanen an und kämpften an deren Seite gegen SS und Mussolini-Regime.

Rudolf Jacobs, Walter Fischer, Heinz Riedt - drei von mehreren hundert, vielleicht tausend Deutschen, die in Italien im 2. Weltkrieg die Resistenza verstärkt haben und gegen die deutsche Wehrmacht, gegen SS und die italienischen Faschisten kämpften. Die meisten kamen als Soldaten, desertierten und wurden Partisanen. Ihre Geschichte wurde nach Ende des Krieges in Westdeutschland verdrängt und vergessen und auch in Ostdeutschland weitgehend ignoriert oder instrumentalisiert.

 

 

 

Es diskutieren:
Ulrike Petzold
Christian Gropper
Andreas Wassermann
Joachim Fischer

Moderation:
Dr. Maike Heber


Eine Veranstaltung der Deutsch-Italienische Gesellschaft Dresden e.V.

26.09.
Freier Eintritt
“Trotz alledem, lächle!”

Drei Literaturnerinnen lesen im Erich Kästner Haus für Literatur

Foto: privat

18:30Uhr

Ariane Rücker erzählt Neues von Paul und seinen Streichen: Paul köpft die Barbie, bringt den Kaninchen das Schwimmen bei und macht die Katze betrunken.

Susanne Steinbrecher fragt, was geschieht, wenn aus Unglück Glück und aus Ablehnung Freundschaft wird. Sie liest aus ihrem Band "Fluchtpunkte und andere Erzählungen" die Geschichte "Vier Meter über dem Schneefeld".

Das Phantom der Oper ist zurück. Claudia Thoss liest aus ihrem Buch „»Die Maske aus schwarzem Samt“. Die Geschichte erzählt von dem jungen Countertenor Christoph Daaé im Paris des Jahres 1881. Spannend wird es, als er der nächtlichen Einladung eines schwarz maskierten Mannes folgt. Christoph soll für ihn an einem ungewöhnlichen Ort singen: In seinem Versteck unter der Oper.

 

Der Eintritt ist frei.

Eine Veranstaltung der Literaturner e.V.

21.06.
Freier Eintritt

Unter dem Motto: "Texte für den Sommer", lädt der Dresdner Literaturner e.V. zu seiner Sommerlesung 2025 ins Erich Kästner Haus für Literatur ein. Auf der Bühne stellen Mitglieder und Gäste sommerlich leichte, literarische Häppchen vor.

Der Dresdner Literaturner e.V. ist ein Schriftsteller- und Autorenverein. 2007 fanden die ersten Mitglieder durch das gemeinsame Ziel zusammen, Gedanken in Worte zu fassen und ihnen lyrische und prosaische Formen zu verleihen. Dazu tauschen wir uns in der Schreibwerkstatt regelmäßig über unsere neuesten Texte aus.

Eintriff frei

Eine Veranstaltung des Dresdner Literaturner e.V.