Zusammenspiel

Di. 29.11. 2022
10 €
Radka Denemarková – "Ein Beitrag zur Geschichte der Freude"

Eine Veranstaltung von Soroptimist International Club Dresden und ZONTA Club Dresden

In Kooperation mit:

Das Erich Kästner Haus für Literatur
Städtische Bibliotheken Dresden

Lesung in der Zentralbibliothek

19:30

In ihrem sprachgewaltigen Roman verwebt die Autorin Elemente des Kriminalromans, Fakt und Fiktion zu einem erschütternden Panorama der Gewalt gegen Frauen. Eindrucksvoll schildert sie, wie trotzige Frauen sich daranmachen, das „vergewaltigte Jahrhundert“ geradezubiegen, geschundene Körper zu heilen und für ungesühnte Verbrechen Rache zu üben. In einem weiteren, für die Dresdner Lesung verfassten Text, beschäftigt sich die Autorin mit dem Thema Menschenrechte. Im moderierten Gespräch wird auch das Publikum Gelegenheit haben, Fragen zu stellen.

Radka Denemarková gehört zu den wichtigsten zeitgenössischen Autorinnen Tschechiens. Sie lebt als freischaffende Schriftstellerin, Dramatikerin, Drehbuchautorin, Essayistin und Übersetzerin deutscher Literatur in Prag. Ihre vielfach ausgezeichneten Bücher werden in 22 Ländern verlegt.

Moderation: Dana Pfeiferová

Karten im Erich Kästner Haus für Literatur

Der Erlös kommt dem Frauenschutzhaus Dresden e.V. zugute.

Di. 22.11. 2022
Lingue e realtà nel cinema di Pier Paolo Pasolini

Sprache und Wirklichkeit im Kino von Pier Paolo Pasolini

Eine italienischsprachige Veranstaltung mit deutscher Moderation von Berit Weingart

Italienzentrum Dresden in Kooperation mit DIG Dresden e.V. und Das Erich Kästner Haus für Literatur e.V.

(Foto: Letizia Battaglia)

18:00

Realistisch, mystisch, manieristisch, kontrovers, pornografisch, marxistisch, poetisch, provokativ sind einige der Adjektive, mit denen man versucht, Pasolinis Kino zu beschreiben. Marco Gargiulo hat sich zum Ziel gesetzt, Pasolinis Kino der Realität und das Kino der Poesie vorzustellen. Anhand der faszinierendsten Bilder, Figuren und Themen werden wir gemeinsam die wichtigsten Etappen von Pasolinis kinematografischer Forschung durchlaufen.

Marco Gargiulo ist Professor für italienische Linguistik und Kultur an der Universität von Bergen. Seine Forschungsinteressen sind Soziolinguistik mit Schwerpunkt auf mehrsprachigem Realismus im italienischen Kino und urbanem Raum, Sprachpolitik und -didaktik, sozialen Konflikten, Sprachen und Jugendkulturen.

Do. 19.01. 2023
Andrea Giovene – "Die Autobiographie des Giuliano di Sansevero"

Übersetzt und präsentiert von Moshe Kahn

Eine Veranstaltung des Italienzentrums in Kooperation mit dem Erich Kästner Haus für Literatur

19:00

Nach dem Meisterwerk "Horcynus Orca" von Stefano D’Arrigo hat der Übersetzer Moshe Kahn nun einen weiteren Schatz der italienischen Literatur gehoben: Andrea Giovenes "Die Autobiographie des Giuliano di Sansevero". Den ersten Band stellt er im Erich Kästner Haus für Literatur vor.

Giuliano di Sansevero wächst auf in der verfallenden Pracht der Paläste seiner Vorfahren; während des Aufenthalts in einer nahe bei Neapel gelegenen Klosterschule bricht der Erste Weltkrieg aus. Im Schatten des Krieges und in der turbulenten Zeit danach erwachen im jungen Giuliano die Liebe zu den Büchern, das Interesse am weiblichen Geschlecht – und die Neugier auf die Welt.

 

Die weiteren vier Bände der "Autobiographie des Giuliano di Sansevero" wurden ebenfalls von Moshe Kahn übersetzt und erscheinen im Herbst 2022 und im Jahr 2023.

Do. 10.03. 2022
Eintritt frei!
Art and the trauma of war

Lesung

Klemperer Saal (SLUB)

Teil der Konferenz:
"The Art of New Alternatives?
Nation-Building and the Creation of a "New Community"
in Contemporaray Sri Lankan Art"
(Weitere Infos hier)

 

19:30

2009 endete der Bürgerkrieg in Sri Lanka, der in über 26 Jahren mehr als 100.000 Menschen das Leben kostete. Seit dem versucht sich das Land zu stabilisieren, die Infrastruktur wiederherzustellen und gleichzeitig die Tourismusindustrie zu stärken. Während regierende Politiker:innen den Fokus in die Zukunft richten, zeigt das kulturelle Gedächtnis in Film, Literatur und Interviews mit Zeitzeug:innen, dass die traumatischen Erfahrungen der Vergangenheit in die Gegenwart des Inselstaates hineinwirken und auch in Zukunft ihren Tribut verlangen werden.

Die preisgekrönten Künstler:innen Minoli Salgado, Samanth Subramanian und Visakesa Chandrasekaram geben Einblicke in ihre Arbeit und zeigen, wie die Traumata des Bürgerkrieges die Gegenwart in Sri Lanka prägen.

Voranmeldung erforderlich unter: new_alternatives@tu-dresden.de

Klemperer Saal (SLUB) und online

Institut für Anglistik und Amerikanistik der TU Dresden in Kooperation mit der Fritz Thyssen Stiftung, SLUB, Das Erich Kästner Haus für Literatur

Voranmeldung erforderlich unter: new_alternatives@tu-dresden.de

Mi. 20.04. 2022
7 € / 5 €
Buchsalon

Kritiker*innenrunde und Lesung

Sächsischer Literaturrat e.V. in Kooperation mit Das Erich Kästner Haus für Literatur

 

19:00

Der alljährliche Buchsalon des Sächsischen Literaturrats versammelt wieder einmal drei Kritiker:innen im Erich Kästner Haus für Literatur, die sich konstruktiv und leidenschaftlich über sächsische Neuerscheinungen austauschen werden. Oder herrscht doch Einigkeit in den Leseeindrücken? Wohl kaum, denn erfahrungsgemäß sind es meist die Nuancen und Zwischentöne, die den individuellen Gusto treffen oder verfehlen.

Mit Undine Materni und Volker Sielaff liegt der Schwerpunkt des Podiums in diesem Jahr auf Seiten der Literaten. Karin Großmann komplettiert mit ihrer Expertise aus jahrelanger kulturjournalistischer Tätigkeit die Runde.

Im Anschluss an das Gespräch wird die Autorin Bettina Wilpert aus ihrem Roman "Herumtreiberinnen" (Verbrecher Verlag) lesen.

Besprochen werden:

Sascha Macht "Spyderling" (DuMont)
Carl-Christian Elze "Freudenberg" (edition Azur)
Kerstin Becker "Das gesamte hungrige Dunkel ringsum" (edition Azur)

 

 

 

 

Karin Großmann

Undine Materni

Volker Sielaff

 

Es liest: Bettina Wilpert

 

 

 

Mi. 13.10. 2021
7 € / 5 €
Regina Scheer – "Gott wohnt im Wedding"

Lesung und Gespräch in der P.E.N.-Lesereihe "Lesungen in allen Himmelsrichtungen"

Foto:
Julia Pijagin

Es gilt die 3-G-Regel sowie eine Maskenpflicht.

19:00

Alle sind sie untereinander und schicksalhaft mit dem ehemals roten Wedding verbunden, diesem ärmlichen Stadtteil in Berlin. Mit dem heruntergekommenen Haus dort in der Utrechter Straße. Leo, der nach 70 Jahren aus Israel nach Deutschland zurückkehrt, obwohl er das eigentlich nie wollte. Seine Enkelin Nira, die Amir liebt, der in Berlin einen Falafel-Imbiss eröffnet hat. Laila, die gar nicht weiß, dass ihre Sinti-Familie hier einst gewohnt hat. Und schließlich die alte Gertrud, die Leo und seinen Freund Manfred 1944 in ihrem Versteck auf dem Dachboden entdeckt, aber nicht verraten hat. Regina Scheer, die großartige Erzählerin deutscher Geschichte, hat die Leben ihrer Protagonisten zu einem literarischen Epos verwoben voller Wahrhaftigkeit und menschlicher Wärme. (Penguin)

Regina Scheer – "Gott wohnt im Wedding"

Moderation:
Michael G. Fritz

 

Do. 03.06. 2021
7 € / 5 €
Róža Domašcyna, Ralph Grüneberger, Andreas Reimann

Lesung und Gespräch in der P.E.N. Lesereihe "In allen Himmelsrichtungen"

Gartenveranstaltung - Anmeldung erforderlich

19:00

Zur zweiten Veranstaltung in der P.E.N. Lesereihe kommen mit Róža Domašcyna, Ralph Grüneberger und Andreas Reimann drei sächsische Schriftsteller*innen in Das Erich Kästner Haus für Literatur. Im Gepäck haben sie vorwiegend Lyrik der letzten Jahre, das Publikum darf sich jedoch auch auf das ein oder andere Prosastück freuen.

Es lesen:

Róža Domašcyna: "W času zeza časa" und "stimmen aus der unterbühne"

Ralph Grüneberger: "Leipziger Geschichten" und "Enthält Kunstplatzierung"

Andreas Reimann: "Das große Sonettarium"

 

Um Zugang zur Veranstaltung zu erhalten, ist ein tagesaktueller Corona-Test (kein Selbsttest)* sowie eine medizinische Mund-Nasenbedeckung erforderlich.

 

* Ausnahme bei Nachweis vollständiger Impfung

Do. 15.04. 2021
Eintritt frei!
Léonora Miano – "Zeit des Schattens" & "Eine Grenze bewohnen"

Digitale Lesung und Gespräch in französischer und deutscher Sprache

Foto: JF PAGA

 

18:00

Wie können wir heute die Beziehungen zwischen Europa und Afrika in einer neuen, an den Problemen der Gegenwart und an der Zukunft orientierten Weise denken? Eine der derzeit wichtigsten und meistdiskutierten französischsprachigen Schriftstellerinnen, die sich mit dieser Frage beschäftigen, ist Léonora Miano. Mit dem Roman "Zeit des Schattens" und dem Essayband "Eine Grenze bewohnen" (beide Verlag w_orten & meer 2020) liegen erstmals zwei Texte von Léonora Miano in deutscher Übersetzung vor.

Geboren in Kamerun, lebt und schreibt die Autorin zwischen den Kontinenten: in ihrem Herkunftsland, in Frankreich und in Togo. Ihre Romane, Theaterstücke und Essays wurden mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet. In ihnen reflektiert sie Kolonialgeschichte und die notwendige Dekolonisierung von deren Erzählung, ihre Auswirkungen auf die Gegenwart und die Möglichkeiten einer Zukunft, die durch die Überwindung ausgrenzender Identitäten geprägt ist.

Anmeldung unter: info.dresden@institutfrancais.de

Eine Veranstaltung des Centrum Frankreich|Frankophonie (CFF) der TU Dresden in Kooperation mit: Das Erich Kästner Haus für Literatur, Institut français in Sachsen und dem Verlag w_orten & meer

Moderation:
Torsten König

Deutsche Stimmen:
Ina Pfitzner; Lisa Wegener

Diese Maßnahme wird mitfinanziert durch Steuermittel auf der Grundlage des von den Abgeordneten des Sächsischen Landtags beschlossenen Haushaltes.

Di. 20.04. 2021
Eintritt frei!
Digital: Kerstin Hensel – "Regenbeis Farben"

Digitale Lesung und Gespräch der P.E.N.-Lesereihe "Lesungen in allen Himmelsrichtungen"

Foto:
Susanne Schleyer

Zum Video

 

19:00

Auf einem Friedhof in der Nähe der Einflugschneise eines Flughafens treffen sich regelmäßig drei Frauen, um die Grabstätten ihrer verstorbenen Männer zu pflegen: Lore Müller-Kilian, eine kapriziöse Industriellengattin mit Hang zur Champagner-Einsamkeit; die 80-jährige Kunstprofessorin Ziva Schlott sowie Karline Regenbein, eine bescheidene, im Abseits des Kunstbetriebs wirkende Malerin. Eines Tages taucht dort Eduard Wettengel auf. Auch er ist seit kurzem verwitwet. Mit einem Mal kommt Leben in die Trauergemeinschaft. Das weibliche Trio buhlt um die Gunst des Galeristen. Herrlich komische, bissig-schöne Verwicklungen nehmen ihren Lauf. (Luchterhand)

Die Lesung wird im Vorfeld aufgezeichnet und steht ab dem 20.04. um 19 Uhr auf unserem Youtube-Kanal zur Verfügung. 

 

Zum Video

Kerstin Hensel – "Regenbeins Farben"

Moderation:
Michael G. Fritz

 

Mi. 28.10. 2020
Politisch Korrekt schreiben? - Digitaler Salon

Eine Veranstaltung des Netzwerks "Wortwechsel"

Input: Nele Pollatschek, Volha Hapeyeva

Moderation: Cornelius Pollmer

 

19:30

Der Begriff "politische Korrektheit" bezeichnet einen Komplex aus moralischen Vorstellungen, der von manchen als Einengung und von anderen als Leitlinie respektvollen Umgangs verstanden wird. Wir fragen im Rahmen unseres digitalen Salons nach dem Einfluss dieses Komplexes auf das künstlerische Schaffen von Schriftsteller*innen.

Die Veranstaltung wird live auf der Facebookseite des Dresdner Literaturner e.V. gestreamt (auch ohne Facebook-Konto abrufbar)